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Bildquelle: aboutpixel.de / 0476 | icons&typo.07 © Steve_ohne_S

Kein Aprilscherz …

Am vergangenen Sonntag wurde es hier bei uns in Amorbach (Landkreis Miltenberg) lauter, als an anderen Wochenenden – wir haben in der Nähe eine beliebte Motorradstrecke …

Am Sonntag, den ERSTEN APRIL  hörten wir ab ca. 15 Uhr jedoch keinen MotoGuzzi-Lärm, sondern nur noch Martinshörner – auch dies ist eigentlich nicht ungewöhnlich, denn wir haben in der Nähe eine beliebte (…) – und da fährt sich fast an jedem Wochenende einer den Kopp ein …

Am 1. April waren es viele schwere Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeuge, die einen Lärm verursachten, den ich so schnell nicht vergessen werde! Zuerst dachten wir an einen – bei DEM Aufgebot – schweren Unfall, denn auch Helikopter waren zu hören … Bis das Internet uns aufklärte, wurde es Abend – weiterhin ununterbrochen Martinshörner … vom Küchenfenster aus sahen wir große Traktoren, die monströse Behältnisse hinter sich herzogen, in denen das Löschwasser mühsam zu den Brandstellen gebracht werden musste! Das Feuer schien sich von DREI Stellen aus verbreitet zu haben – schon ein wenig mysteriös …

Ostern … Nester …

Gemeinerweise befanden sich tückische (Glut-)Nester UNTERHALB der Waldboden-Oberfläche – und da noch nicht Ostern war, suchte man wohl auch nicht danach … jedenfalls gings nach immensen Tag- und Nacht-Arbeiten von bis zu 250 Menschen nach zwei Tagen wieder los … nun rief man kurzerhand den Katastrophenfall aus und konnte sich somit die Hilfe einer Bundeswehr-Truppe sichern. Ich glaube, die haben fast den ganzen Wald umgegraben, um diese verfluchten Nester zu finden! An Ostern werden diese tapferen Helfer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Nester mehr suchen wollen …

Nach insgesamt 4-einhalb Tagen dann schien es geschafft zu sein – dem Polizeihubschrauber (mit Wärmebildkamera) sei Dank: ES IST AUS.

DANKE AN ALLE HELFER, die unermüdlich ihren „Dienst“ taten!!

Vorgestern morgen ein kurzer Schreck: meine Regierung hatte zwei große Feuerwehr-Züge gesehen – und über dem Gipfel, welchen man vom Küchenfenster aus sehen kann, hing RAUCH … dieser erwies sich aber als tiefhängender Nebel, bz. Wolken!

Über die Löscharbeiten habe ich etwas erfahren, was sich meinem Verständnis gänzlich entzieht: man schickte die wasserbringenden Landwirte irgendwann nach Hause, weil das Wasser in Behältnissen transportiert wurde, in denen normalerweise GÜLLE gefahren wird … wo das dringend benötigte Wasser danach herkam, weiß ich nicht. Den Grund für diese unglaublich däm** (zensiert) Entscheidung wüsste ich nur zu gerne – es hieß, die Gülle-Reste (wahrscheinlich noch in Mengen enthalten, die selbst Globulis vor Neid erblassen lassen würden …) wären brennbar … an anderer Stelle hörte ich etwas bzgl. Geruch … *kopfschüttel*

Wer war’s?!

Nun kursieren Gerüchte im Netz, dass der Verursacher ein alter LANZ-Traktor sein soll, bei dem es vorkommen kann, dass während der Fahrt Funken aus dem Abgasrohr schlagen! Ich dachte eher an einen Panzer, denn in der Woche sollten Truppen-Übungen stattfinden dort oben … So eine Panzerkette hat zwar UNTEN „Gummibeläge“, aber an der Seite ist es blankes Metall – und wenn man damit am „Bordstein“ entlangschubbert …

Wie dem auch sei – es wird nach einem schönen alten Lanz gesucht … wenn sich tatsächlich ein „Schuldiger“ findet, möchte ich nicht in dessen Haut stecken! Mir stellt sich hierbei die Frage, ob man hier von SCHULD reden kann, denn von einem VORSATZ kann man m. E. nicht wirklich ausgehen?!

Wozu gibt es denn Versicherungen …

Sollte also der Verursacher gefunden sein, kann man nur hoffen, dass seine Versicherung den entstandenen Schaden bezahlt und nicht wie üblich erstmal Jahre lang rumzickt! Denn wie ich den „Laden“ hier kenne, wird das sonst wieder auf die Bevölkerung umgelegt … so wie beim „Brunnenbohren“ – aber das ist eine ganz andere Geschichte!