Wie heißt es immer so schön:

Am Anfang war das Wort,

und das Wort war bei ………

Von wegen!

Das war Alles gaaaanz anders.

Also, was am Anfang, also wirklich und ganz und gar am Anfang, war, das kann man nicht (mehr sagen). Was man noch sagen kann, weil es halt darüber Berichte eines Beteiligten gibt, ist, soweit er überhaupt mal was verraten hat, das Folgende:

Irgendwann ein mal, es ist schon eine Weile her, spielte der Kleine mal wieder im Arbeitszimmer vom lieben Papa. Also, man darf sich das nicht so vorstellen, dass da ein Kleiner in einem Arbeitszimmer vom Papa gespielt hat, so wie man sich das halt so vorstellen würde, sondern das ist ehr systemisch gemeint, also so vom Prinzip und vom Sinn her, damit man sich das halt überhaupt vorstellen kann.

Und wie das auch heute noch üblich ist war dem Kleinen natürlich strikt verboten, im Arbeitszimmer vom Papa zu spielen, oder gar dort etwas anzufassen. Das galt ganz besonders für ein zierliches, sagen wir mal, Regal, an einer Wand, auf dem allerlei verschiedene Dinge lagen, also so Körper, meist rund oder auf jeden Fall krumm.

Und der Kleine spielte. Passte nicht auf. Eckte überall mal an, fand gaaanz interessante Sachen, kroch herum und war ganz vertieft in dieses verbotenen Tun.

Bis auf einmal etwas zu hören war. Na ja, beschreiben kann man das heute nicht mehr, was da zu hören war, also sagen wir ganz einfach mal, man hörte die Haustüre und dann die schweren Schritte vom Papa, die sich der Tür vom Arbeitszimmer näherten.

Der Kleine, dem selbstverständlich als denkendem und moralischen Wesen, also auf jeden Fall moralisch nach seinen Bezugsebenen und denkend nach seinen dimensionalen Vorgaben, bewusst war, dass er wieder mal was machte, was er eigentlich nicht durfte, wollte sich schnell verstecken. Oder sagen wir, er versuchte sich der Konsequenzen seines von ihm als unzulässig erkannten Tuns zu entziehen, in dem er seine optische Präsenz an dem verbotenen Ort durch geeignete Maßnahmen zu verschleiern und so die Entdeckungsgefahr zu minimieren suchte. Auf jeden Fall drückte er sich an dem Ding, das wir als Regal umschrieben hatten, gegen die Wand. Oder besser gegen die dimensionale Begrenzung des Raumes in dieser vektoralen Ebene.

Und wie befürchtet vom Papa, was ja auch das „Im – Arbeitszimmer – Spiel – Verbot“ bedingt hatte, wie ja alle Papas dieser Welt immer eine Begründung für die Bedingungen und absoluten und unabdingbaren Notwendigkeit der ausgesprochenen Verbote haben, vorneweg il papa, stieß er dabei an dieses, hmm, Regal.

Einer der darauf liegenden runden Körper, und zwar der, der eine Farbe aufwies, die man heute wohl als braun bezeichnen würde, und eine Form nicht ganz wie eine Kugel sondern wie eine an zwei gegenüberliegenden Punkten etwas in die Länge gezogene Kugel, die dadurch an den Zugpunkten so was wie Spitzen aufwies, während sich gleichzeitig die äquatoriale Verbindungslinie dieser Zugpunkte etwas aufgewölbt hatte, kam in Bewegung. Der Körper rollte an die Kante des Regals, verharrte, so hatte es den Anschein, kurz an der Kante, überquerte sie dann und fiel. Fiel dem Boden, oder auch der zentrumsgewandten dimensionalen Begrenzung, entgegen. Prallte darauf auf, direkt am und sogar ein ganz kleines bisschen auf dem Fuss des Kleinen, und:

Platze mit einem


LAUTEN Knall


auseinander!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ach ja, dieser Knall ist dann eigentlich das, was später dann als „Wort“ bezeichnet wurde, also das, was am Anfang war. Dieser GROSSE KNALL, auch unter der entsprechenden neudeutschen Bezeichnung bekannt. Der Knall am Anfang, von dem alles ausgeht, zeitlich wie räumlich, wie die Astrophysiker heute sagen würden.

Ganz genau sagen, was dabei passiert ist, könnte nur einer, unser Kleiner, denn der wurde durch den Knall aus dem Arbeitszimmer, dem Haus der Erzeuger, der Welt an sich, wie er sie kannte, herausgerissen und tauchte mitten in dem Knall auf, zu einem Zeitpunkt, zu dem es eigentlich außer dem KNALL noch nichts gab, der ertönte, als diese seltsame Fastkugel aufprallte. Inzwischen, es ist ja schon einige Zeit her, haben sich Wissenschaftler schon so weit in die Sache hineindenken können, dass sie sogar zu fast richtigen Schlussfolgerungen kommen. Wie zum Beispiel der Stephen W. Hawking in seinem unter ISBN-10: 3455093450 bzw. ISBN-13: 978-3455093452 veröffentlichten Werk.

Aber der Kleine sagt dazu nichts.

Dabei jetzt schon mal der Hinweis, dass es strikt zu vermeiden ist, den Kleinen als solchen, egal mit welchen weiteren Attributen verbunden, zu bezeichnen. Denn, und das will ich von Anfang an klarstellen, er nimmt übel, ziemlich sogar, und das hat gelegentlich unangenehme Folgen. Nicht für ihn selbstverständlich. Nicht für ihn.

Aber das ist eine andere Geschichte, wie der Herr Ende gesagt hätte …

Auf jeden Fall ist es also so, dass durch diesen Fall der große Knall kam, und der Kleine, den man nicht so nennen sollte, aus seiner Welt heraus und in die unsere, denn die war das Ergebnis des Knalls, hineingerissen wurde, wo er erst mal war, und zwar total singulär, um nicht zu sagen alleine.

Und damit kann man, als informiertes Wesen, mit Fug und Recht sagen:

Am Anfang war nicht das Wort, oh nein, am Anfang war, wie so oft, nix als ein unfolgsamer Kleiner, der wieder mal nicht auf das gehört hatte, was Papa gesagt hatte. Und wenn man sich dann überlegt, was das für Folgen hatte!!!!

Die allgemeinen Folgen setze ich dabei als bekannt voraus, sozusagen als Allgemeinbildung. Und über die speziellen Folgen für den, oder die Entwicklung, oder wie auch immer, dessen, der das alles verursacht hat, soll in Zukunft in loser Folge hier berichtet werden.

Es würde mich freuen, wenn diese Berichte dabei von Anfang an auch einer intensiven Diskussion unterworfen würden, denn es ist ja nicht so, dass alles so ist, wie es den Anschein hat, und verschiedene Blickwinkel sollten auch verschiedenen Perspektiven öffnen, was ja nie verkehrt sein soll. Denn immer alles nur aus dem Sichtwinkel der genormten Dimetrie, oder der genormten Isometrie, oder der Kavalierperspektive, zu betrachten ist auf Dauer nix.

In diesem Sinne, da wollen wir

MolGugge